Einzelausstellung „Spin a tale, Anna – Installationen von Gloria Sogl“

Herzliche Einladung zu der Eröffnung meiner Einzelausstellung „Spin a tale, Anna – Installationen von Gloria Sogl“ am Donnerstag 26.10.2023 um 19 Uhr in der Stadtgalerie im Stadtmuseum Deggendorf!

Warm invitation to the opening of my solo exhibition „Spin a tale, Anna – Installationen von Gloria Sogl“ on Thursday 26.10.2023 at 7 pm in the Stadtgalerie, Stadtmuseum Deggendorf!

Eine Frau, die an einem alten Spinnrad sitzt. Eine alte Postkarte mit diesem Motiv war der Anstoß für die Werkreihe „Spin a tale, Anna“ der Künstlerin Gloria Sogl. Die abgebildete Frau ist Sogls Großmutter Anna, die sich auf der schottischen Insel Skye traditionelle Kulturtechniken wie Spinnen, Stricken und Weben aneignete und sie später im Skye Museum of Island Life als touristi­sche Attraktion vorführte. Zudem veröffentlichte sie einen autobiografischen Roman, der Textfrag­mente für die Arbeiten Sogls liefert. Die handwerklichen Fähigkeiten ihrer Großmutter – Spinnen, Weben und Stricken – stehen dabei für eine Lebenspraxis des Erzählens, die heutzutage immer mehr in den Hintergrund zu treten scheint. Die Künstlerin verwebt dabei ihr Interesse an ver­schiedenen Materialitäten und Geschichten und führt sie über die erste Spinnmaschine, die Spinning Jenny, zu KI-basierter Bildproduktion und lässt einen Resonanzraum zwischen indivi­duellen Erzählungen, kollektiven Erfahrungen und algorithmischen, visuellem Output entstehen.

Ein besonderer Augenmerk liegt dabei auch auf der spezifisch weiblichen Arbeit, vor allem – aber nicht ausschließlich – im textilen Bereich. Die Bewertung dieser ist immer an bestimmte Handlun­gen und Kontexte geknüpft: häusliche Arbeiten oder industrielle Arbeit – Stickrahmen oder Spinnmaschine. Die Arbeit von Frauen mit Textilien umfasst ein reiches Geflecht aus Tradition, Kreativität, Selbstbestimmung und kulturellem Ausdruck. Die Installationen der Künstlerin laden die Betrachtenden dazu ein, in einen inneren Dialog mit den Werken zu treten und über das eigene Verhältnis geradezu weiblicher Arbeit nachzudenken.

Als besonderer Gast der Eröffnung wird der lettische Künstler Gleb Maiboroda „The Weather’s Handshake: How To Untangle The Unspoken?“ aufführen und damit einen Einblick in seine Performancekunst gewähren. Maiborodas Performance widmet sich, wie Gloria Sogls Werkkomplex „Spin a tale, Anna“, der Arbeit mit Textilien. Inmitten der postindustriellen Moderne, in der sich die Zeit zu verdichten scheint und die Produktivität im Mittelpunkt steht, bleiben die Menschen in der Textilbranche ihrem handwerklichen Können treu. Sie finden Schönheit im rhythmischen Tanz der Fäden und im zarten Zusammenspiel der Farben. Für sie geht die Essenz ihrer Arbeit über bloße Zahlen und Maße hinaus. Es ist ein Beweis für ihre Kreativität, ihr Können und ihre tiefe Verbundenheit mit der Kunst des Lebens. Und sie, die Stoffleute, haben eine besondere Neigung, jedes Textil, dem sie begegnen, zu streicheln und zu schätzen. Ihre Berührung wird zu einer Form der Kommunikation, zu einem stillen Austausch von Wertschätzung für die Feinheiten und Geschichten, die in jedes Stück Stoff eingewebt sind.

Text: Anja Fröhlich


„HIMMEL UND HÖLLE“ – GLORIA SOGL, ALICJA PAKOSZ, MARIA TRUNK, MICHAŁ ZAWADA

Modulgalerie Nürnberg
Vernissage: Freitag, 13. Oktober , 17 Uhr
Dauer der Ausstellung: 13.102023. – 18.02.2024

Künstler_innen:
Alicja Pakosz, Gloria Sogl, Maria Trunk, Michal Zawada
Kurator_innen:
Kasia Prusik-Lutz, Paulina Olszewska

Der Ausgangspunkt der kommenden Ausstellung in der Modulgalerie ist das Buch „Rayuela” (dt. „Himmel und Hölle“)“ des argentinischen Schriftstellers Julio Cortázar aus dem Jahr 1963, das in Paris und Buenos Aires spielt und dessen Protagonist Horacio Oliveira ist. Das Besondere an dem Buch ist, das man es auf verschiedene Arten lesen kann.
Die erste Lesart ist die Klassische: Man liest das Buch von Anfang bis Ende. In diesem Fall entwickelt sich die Erzählung, in dem man den Hauptcharakter und die Wendungen in einer logischen Reihenfolge kennenlernt.
Die zweite Lesart ist eine, in der man einem Code folgt, den der Autor schuf. Beim Lesen bewegt man sich zwischen verschiedenen, nicht unbedingt auf einander folgenden Kapiteln.
In diesem Fall wird die Erzählung des Romans um zusätzliche Elemente erweitert. Sie konzentriert sich nicht mehr nur auf einen Protagonisten, sondern wird auch zu einer Sammlung von Eindrücken, Einwürfen, Monologen, Fragmenten anderer Werke oder Texten, die in einer nicht ganz verständlichen Sprache verfasst sind. Obwohl die Essenz immer noch dieselbe Geschichte und derselbe Protagonist sind, gewinnt sie zusätzliche Verzweigungen und Pfade, die den Leser in neue Bereiche, das Verständnis des Textes und seine Interpretation führen. Dadurch wird das Buch zu einem Spiel, das an das titelgebende Kinderspiel erinnert, das trotz eines Schemas und festgelegter Regeln flexibel genug ist, um eigene Spielweisen zu entwickeln.
Die Ausstellung in der Modulgalerie folgt ähnlichen Prinzipien. Zwei mit Nürnberg verbundene Künstlerinnen, Gloria Sogl und Maria Trunk, sowie die Künstlerin Alicja Pakosz und der Künstler Michał Zawada, beide aus Krakau, wurden eingeladen, daran teilzunehmen. Jede:r von ihnen beschäftigt sich mit einem anderen Bereich der Kunst, arbeitet in verschiedenen Medien und behandelt den inviduellen Werken verschiedene, manchmal unterschiedliche Themen. In diesem Fall werden die Künstlerinnen und der Künstler, ähnlich wie bei Cortázar, gemeinsam etwas in Form eines Buches-Spiels erschaffen, das auf vielfältige Weisen genutzt werden kann. Die Arbeiten werden in Dialog miteinander treten: sei es durch direkte oder entfernte Bezüge, sei es durch visuelle Ähnlichkeiten, aber auch durch Extreme und Widersprüche. Ähnlich wie im Buch wird es plötzliche und unvorhergesehene Abschweifungen geben, die die Lesenden aus der Erzählung reißen, um sie in völlig andere Bereiche der Vorstellungskraft zu versetzen.
Alicja Pakosz (geb. 1996) nutzt in ihrer Kunst Landschaften oder Szenen des täglichen Lebens und verleiht ihnen einen stark surrealen Charakter, der Unruhe und Spannung erzeugt. Nach längerem Betrachten entdecken wir eine verborgene Bedeutung, denn in inszenierten Kompositionen zeigt sich eine weitere Darstellung. Die Künstlerin nutzt das Phänomen der Pareidolie, einer Sinnestäuschung, bei der bekannte Formen in zufälligen Details erkannt werden, begleitet von einem Gefühl ihrer unwirklichen Natur. Im Rahmen des Projekts in Nürnberg werden auch zwei Dioramen versteckt sein. Diese Technik, besonders im 19. Jahrhundert beliebt, diente dazu, Illusionen von Raum in malerischen Darstellungen zu erzeugen, um die Grenze zwischen Realität und Gemaltem zu verwischen. Bei Pakosz werden sie eine stark überraschende und surrealistische Form annehmen.
In der Modulgalerie wird ein Teil des Projekts “Not Quite Themselves” von Gloria Sogl (geb. 1994) gezeigt. Ihre Inspiration war ein Aufenthalt als Künstlerin im Sommer 2021 im Marmorsteinbruch in der Nähe von Salzburg, Österreich. Da der Steinbruch immer noch in Betrieb ist, beobachtete die Künstlerin die Methoden zur Gewinnung von Marmorblöcken und besichtigte ihn nach Feierabend, wobei sie besonders auf die Rückstände nach der Gewinnung achtete: den überall abgelagerten Marmorstaub oder die Bruchstücke, die aus wirtschaftlicher Sicht keinen Wert hatten. Einerseits war die Künstlerin von Tausende Jahren Erdgeschichte fasziniert, die im Stein eingeschlossen ist, andererseits beschäftigte sie sich mit der Frage nach dem brutalen Marktwert des Steins. Dieser wird durch starre Parameter der Struktur, Farbe und Unversehrtheit des Marmors bestimmt. Sogl übertrug ihre Erkenntnisse auf ephemere Aktionen im Steinbruch selbst und nach ihrer Rückkehr nach Nürnberg in Videoanimationen und Objekte aus Marmorstaub, der mit Zucker vermischt ist.
Maria Trunk (geb. 1984) ist eine Künstlerin, die sich mit Wort und Buchstabe beschäftigt und sowohl deren Bedeutung als auch ihre visuelle Form in den Fokus stellt. Sie dienen Trunk als Material zur Schaffung von Gedichten und visuellen Kompositionen, die in der Tradition der experimentellen Kunst der 60er und 70er Jahre verwurzelt sind. Bei Trunk tragen ihre geschaffenen Gedichte und visuellen Kompositionen sowohl lyrische als auch dadaistische Elemente in sich. Der Kontakt mit der Natur und der direkte Dialog sind für die Künstlerin ein wesentlicher Aspekt ihrer Arbeit. Daher wird sie sich in ihren verbal-visuellen-klanglichen Arbeiten, die im Rahmen des Projekts in der Modulgalerie vorbereitet wurden, direkt auf den Ausstellungstitel beziehen: “Himmel und Hölle”, verstanden als Verweis auf zwei Antagonismen: Himmel und Erde. Es ist auch eine Rückkehr zur Natur – dem, was unter unseren Füßen liegt, und dem, was über unseren Köpfen ist.
Das Feuer, das unter der Erdoberfläche existiert, und das in unserer Galaxie erscheint, sind Themen in der Kunst von Michał Zawada (geb. 1985). Das Wesen des Feuers ist sehr urtümlich und bleibt trotz technologischer Fortschritte ungezähmt und außerhalb unserer Kontrolle. Es bleibt weiterhin Gegenstand von Faszination und Angst, die uns seit den Anfängen unserer menschlichen Existenz begleiten. Lava, die aus dem Inneren der Erde spritzt, oder ein überraschend am Himmel erscheinender Komet in Form einer gleißenden Spur: diese Motive werden in den Fächern der Modulgalerie erscheinen. Der Künstler bedeckte sie mit gefundenen Steinen von oft sehr unregelmäßigen Formen und abstrahierte sie, indem er sie aus ihrem ursprünglichen Kontext nahm und verarbeitete. Ihre Formen werden sich im Spiegelhintergrund spiegeln und verzerren und so den Eindruck unserer Wahrnehmung der Natur erzeugen. Was ist Natur eigentlich für uns? Wie nehmen wir sie wahr, aber auch wie erschaffen wir sie und welches Bild erzeugen wir von ihr? Diese Fragen tauchen in den malerischen Überlegungen von Zawada auf, und in einigen der Fächer werden sie in Form kleiner Gemälde versteckt sein.
Die Ausstellung “Himmel und Hölle” kann auf verschiedene Arten erlebt werden. Eine Möglichkeit besteht darin, die einzelnen Arbeiten eines ausgewählten Künstlers oder einer ausgewählten Künstlerin in den einzelnen Boxen zu betrachten. Eine andere basiert auf dem Befolgen des kuratorischen Codes und dem Öffnen ausgewählter Fächer. Diese Version wird die Arbeiten aller vier Künstler miteinander verbinden und konkrete Verbindungen zwischen den einzelnen Werken herstellen.
Die letzte Möglichkeit ist die Art und Weise, wie die Modulgalerie funktioniert, nämlich das zufällige Öffnen der verschiedenen Schließfächer, um sich von ihrem unbekannten Inhalt überraschen zu lassen. Die Ausstellung kann auf eine der oben genannten Arten betrachtet werden. Besucher:innen können auch jede von ihnen ausprobieren. In dieser Ausstellung, ähnlich wie in einem Kinderspiel und in einem Buch, ist jede Herangehensweise richtig.


Text: Paulina Olszewska
Übersetzung: Katharina Uziel


Nachwuchsförderpreis 2023 des Landkreises Passau

Über die Auszeichung mit dem Nachwuchsförderpreis 2023 des Landkreises Passau freue ich mich sehr!

Mit Beschluss des Ausschusses für Wirtschaft, Kultur und Tourismus stehen die Trägerinnen und Träger des Kulturpreises 2023 des Landkreises Passau fest: Demnach geht der Preis in der Kategorie Musik an das Kurorchester Bad Füssing und in der Kategorie Wissenschaft an den Fürstenzeller Historiker und Geographen Prof. Dr. Johann-Bernhard Haversath. Den Nachwuchsförderpreis erhält die Künstlerin Gloria Sogl. Verliehen werden die Preise am 6. Juli 2023 auf Schloss Neuburg.

 Die Vergabe der Preise fokussiere sich an der Maßgabe, „außerordentliche bzw. überragende Leistungen“ auszuzeichnen, erläutert dazu Kulturreferent Christian Eberle. „Dem Kulturbeirat des Landkreises als vorschlagendem Gremium ist sehr daran gelegen, das traditionell hohe Qualitätsniveau dieser höchsten Kulturauszeichnung des Landkreises zu wahren.“ Der Beirat werde daher bei seinen Vorschlägen an den Ausschuss auch künftig sorgsam abwägen, in welcher der fünf Kategorien (Kulturelle Leistung allgemein, Bildende Kunst/Musik/Literatur, Wissenschaft, Brauchtumspflege/Denkmalspflege und Nachwuchsförderung) im jeweiligen Verleihungsjahr auszeichnungswürdige Leistungen vorliegen.


Einzelausstellung „Mit jedem Faden, den sie knüpft“

Herzliche Einladung zu der Eröffnung meiner Einzelausstellung „Mit jedem Faden, den sie knüpft“ am Donnerstag 14.09.2023 um 19 Uhr in der Landkreisgalerie auf Schloss Neuburg!

Anstoß für Gloria Sogls Einzelausstellung „Mit jedem Faden, den sie knüpft“ gab der Künstlerin eine Postkarte mit dem Motiv einer Frau, die an einem alten Spinnrad sitzt. Die Frau auf der Karte ist Sogls Großmutter Anna, die auf der schottischen Insel Skye Handwerkstechniken wie Spinnen, Stricken und Weben pflegte. Sogl betrachtet die handwerklichen Fähigkeiten ihrer Großmutter – Spinnen, Stricken und Weben – als eine Metapher für eine Lebenspraxis des Erzählens. Sogls Interesse am Verweben von Materialien und Geschichten erstreckt sich von traditionellem Handwerk bis zur KI-basierten Bildproduktion und schafft einen Resonanzraum zwischen individuellen Erzählungen und algorithmischem Output. Die Ausstellung präsentiert fiktionale Darstellungen ihrer Großmutter, die einer lebenslangen Schreibpraxis nachging und gleichzeitig als Weberin arbeitete. Auf Grundlage ihrer Texte wurden Bilddateien mit Hilfe eines KI-basierten Text-zu-Bild-Generators erstellt und auf einem programmierbaren Jacquard-Webstuhl, einem frühen Vorläufer des heutigen Computers, gewebt. Die Beziehungen zwischen Textil und Text, Weben und Programmieren, die in diesen Arbeiten deutlich werden, sind durch eine Geschichte geschlechtsspezifischer, vorwiegend „weiblicher“ Arbeit miteinander verbunden.

Warm invitation to the opening of my solo exhibition „Mit jedem Faden, den sie knüpft“ on Thursday 14.09.2023 at 7 pm in the Landkreisgalerie at Neuburg Castle!

The impetus for Gloria Sogl’s solo exhibition „With Every Thread She Knots“ was a postcard showing a woman sitting at an old spinning wheel. The woman depicted on the postcard is Sogl’s grandmother Anna, who practised crafts such as spinning, knitting and weaving on the Scottish Isle of Skye. Sogl sees her grandmother’s craft skills – spinning, knitting and weaving – as a metaphor for a life practice of storytelling. Sogl’s interest in weaving materials and stories extends from traditional crafts to AI-based image production, creating a resonant space between individual narratives and algorithmic output. The exhibition presents fictional representations of her grandmother, who pursued a lifelong writing practice while working as a weaver. Based on her texts, image files were created using an AI-based text-to-image generator and woven on a programmable Jacquard loom, an early precursor of today’s computer. The relationships between textile and text, weaving and programming that are evident in these works are linked through a history of gendered, predominantly „female“ labour.


15.09. – 22.10.2023

Eröffnung 14.09.2023, 19 Uhr

Landkreisgalerie Schloss Neuburg a. Inn
Am Burgberg 5 | 94127 Neuburg a. Inn
Dienstag – Sonntag: 11:00 Uhr – 17:00 Uhr
landkreisgalerie.de


COOP SUMMIT 2023 ~ COULD A SOUND PERSIST – UNDER SANDS – UNSEEN?

Friday, June 16 ~ 19:15 – 20:30, Nida, Lithuania, hosted by NAC VAA

{is} a collective multimedia performance with a circular rehearsal, under construction next to
Adriana A. Leanza, Gloria Sogl, Julia von Schantz, Meii Soh, Ronja Sommer, Ros del Olmo, Seán Bean, Seré, Stephen McEvoy, Thamyres Matarozzi and Egija Inzule, Jurga Daubaraitė, Jonas Žukauskas from Neringa Forest Architecture

<Back is Foward and Foward is Back> as we drew on dust with our pointed tails.

{is} an invitation. To bifurcate, become roots, stand branched. <Below Is Above, And Above Is Below> it whispers, while your feet are sinking in the sand in motion. 

{is} a prediction. A prophecy of sound, a shadow of the world below. A postcard amulet of Robinia lineament, a portal, a whirl. A voice that foresees, if you blink, you’ll miss it. 

{is} a looped window on a secret forest. A layer of layers, a reptilian cry. A root that connects, disguised. Unveils, retraces, repeats, recites. 

{roots} from the group’s collaborative one year study. Reflecting on human and more-than-human temporalities, symbiosis, swamp knowledge(s), (dis)placement and site-specificity, the performance draws questions on scale(s), circular rhythms and subterranean sounds to generate a multimedia and pixelated image of the forest.

The fortuneteller foresees wearing shoes that comfortably linger the extension of time. Mind the sun, mind the clouds.

presented under the frame of DAI Roaming Academy


AbsolventInnen-Ausstellung 2022/23

Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
10/11/12.02.2023

Come to see my work “To spin a tale, Anna – Spinning process in 7 threads” at Ausstellungshalle AdBK Nürnberg!

The starting point for the work To spin a tale, Anna – Spinning process in 7 threads is a postcard I found on the wall of a public toilet on the Isle of Skye, Scotland. The postcard features my grandmother Anna spinning wool on an old spinning wheel, as a tourist attraction at the Skye Museum of Island Life, Kilmuir, Skye. After moving to the island, my grandmother adopted several cultural techniques: she learnt how to dye wool, spin with a hand-spinning wheel, knit and weave.  As a migrated woman who acquired these traditional techniques she worked at the local museum, showing tourists how wool was once spun by hand by island women. In addition to the postcard this work explores an autobiographical novel by my grandmother Anna. The song “Spinning Jenny” (Skyclad, 1992) serves as a analogy: as the protagonist, the first spinning machine “Jenny” embodies a woman—triggering existential terror and fear and challenging transformation.

In a sense, this work attempts to express individual and collective memories by linking analog handicraft with language and transcribing it into a digital AI metaphor. My grandmother Anna becomes the threshold medium between machine analogies and the act of writing. The embedded narrative oscillates between the generated and manipulated output of an AI, and the recollection of a woman. The humming of my grandmother and the sound of the spinning machine mingle in a swelling song.

To spin a tale, Anna – Spinning process in 7 threads consists of 20 AI-generated images printed on Aluminum composite panel, a sound file and a text, which finds its form in machine-knitted fabric panels. The text was translated into knitwear in collaboration with the textile designer Zuzana Ševčíková.